Bestand regulieren 2017-10-09T22:27:36+00:00

#Bestand regulieren: Liberal-Konservative Reformer

LKR Niedersachsen unterstützten
Das Wahlprogramm

Der Wolf ist nach Deutschland zurückgekehrt! Unabhängig wie man hierzu steht, wird diese Rückkehr Folgen haben, die absehbar sind und denen man zur gegebenen Zeit wirksam begegnen muss. Sowohl der Wolf als auch der Mensch werden sich gegenseitig aneinander gewöhnen müssen und es liegt ausschließlich an uns, ob diese Gewöhnung zu einer langfristig erfolgreichen „Beziehung“ wachsen kann.

Der Wolf ist ein Raubtier

Es ist nicht zu bestreiten, dass der Wolf den weit überwiegenden Hauptteil seiner Ernährung mit Fleisch deckt. Durch seinen ausgeprägten Jagdinstinkt und seine Teamfähigkeit ist er hierbei sogar in der Lage Beutetiere zu überwältigen, die erheblich größer sind, als er. Er ist überaus anpassungsfähig, neugierig und weist ein ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Hierdurch ist er in der Lage annähernd alle Lebensräume, die ihn ernähren können und passende klimatische Voraussetzungen bieten, zu erschließen.

Probleme in Deutschland

Seit der Wolf etwa im Jahr 2000 zurück nach Deutschland gekehrt ist, ist es in etwa zu 3500 Wolfsrissen bei Weidetieren gekommen. Neben den von „Experten“ erwarteten Rissen von Ziegen und Schafen, kam es aber auch zu Verlusten von Rindern, wie beispielsweise einem 400 kg schweren Ochsen in der Nähe von Ludwigslust-Parchim (MV).
Deutschland hat mit einer Bevölkerungsdichte von ca. 230 Personen pro Quadratkilometer wohl einen Spitzenplatz, was die zukünftige Grundwahrscheinlichkeit für problembeladene Wolfsbegegnungen angeht. Es ist mit Sicherheit davon auszugehen, dass der Wolf sich in Deutschland weiter vermehren wird und sich neue Habitate erschließt; insbesondere dann, wenn das bisherige Habitat ein Wolfsrudel nicht mehr adäquat ernähren kann. Hierbei wird sich der Bestand vorerst nicht selbst reduzieren, sondern durch Abwanderung regulieren.

Wolfsmanagement nach kanadischem Vorbild

Natürlich leben Menschen in verschiedenen Ländern weltweit schon seit je her mit dem Wolf erfolgreich und vor allem Angstfrei zusammen. Auch dort gibt es Wolfsrisse bei Nutztieren, trotzdem empfindet diese niemand dort als ernsthaftes Problem. Grund hierfür ist, dass in diesen Ländern bei Wolfsbegegnugen Verhaltensweisen eingehalten werden, die darauf ausgelegt sind, dass der Wolf jederzeit einen gesunden Respekt dem Menschen gegenüber hat. In Naturparks werden die Besucher angehalten sich bei Wolfsbegegnungen „groß zu machen“, kleine Hunde auf den Arm zu nehmen und den Wolf durch Schreie zu vertreiben. Reicht dies nicht, soll man Ihn mit Steinen bewerfen. Außerdem werden die Besucher mit massiven Stöcken vor dem Betreten von Arealen mit erhöhter Wolfsaktivität ausgestattet. Diese Maßnahmen funktionieren vermutlich aber nur deshalb, weil der Wolf in Kanada auch aktiv bejagt wird und er den Menschen daher grundsätzlich als potenzielle Bedrohung ansieht.

Wolfsjagd auch in Deutschland?

Soweit sind wir noch nicht! Trotzdem muss der Wolf mit ganzjähriger Schonzeit und ausgeschlossener Wildschadensersatzpflicht ins Jagdrecht aufgenommen werden. Jegliche Rahmengesetzgebung ist entsprechend anzupassen. Damit wären die Zuständigkeiten bei Problemwölfen klar verteilt und die Behörden verfügen jederzeit über individuell frei zugebende Abschüsse. Alle anderen Ansätze würde zu einem zweiten Quasi-Jagdrecht führen, welches das bewährte Jagdrecht unabsehbare Folgen haben würde.
In Anbetracht der Wolfsriss-Entwicklung bei Nutztieren muss die derzeitige Ausgleichsregelung auf den Prüfstand! Deich- und Landschaftspflege mit Hilfe von Weidetieren darf nicht so nachrangig behandelt werden, dass das damit verbundene wirtschaftliche Risiko für die Tierhalter bis zur Existenzvernichtung reicht. Diese Tätigkeiten dienen eindeutig dem Gemeinwohl und sind entsprechend zu schützen.
Wenn wir mit dem Wolf dauerhaft in Deutschland leben wollen, darf er weder verteufelt, noch verniedlicht werden.

Dieses Dokument als ePaper

#Wolf (ePaper) | #Wolf (Druck-PDF)

Weitere Themen: