„grüner“ Wasserstoff: Entwicklung fördern 2017-10-09T22:26:23+00:00

#“grüner“ Wasserstoff: Entwicklung fördern: Liberal-Konservative Reformer

LKR Niedersachsen unterstützten
Das Wahlprogramm

Niedersachsen liegt bezüglich seiner installierten Leistung von 9.324 MW (im Jahr 2016) bei Windenergieanlagen an Land bundesweit auf Platz 1. Der derzeitige Energiemix führt allerdings bereits jetzt zu paradoxen Situationen, bei denen Strom ins Ausland verschenkt bzw. seine Abnahme sogar bezahlt werden muss. Wirtschaftliche Energiespeicher müssen daher dringend entwickelt werden. LKR setzt hierbei auf Wasserstoff.

Problem fluktuierende Windenergiemengen

Trivialerweise ist Windenergie genauso abhängig vom Wind, wie Sonnenenergie von der Sonne. Die tägliche Lastkurve der deutschen Stromnetze ist naturgemäß nicht damit überein zu bringen. So steht Elektrizität aus regenerativen Quellen eher bedarfsunabhängig zur Verfügung. Der jetzige Energiemix aus fossilen und regenerativen Quellen muss allerdings jederzeit die Versorgungssicherheit und damit die Stabilität der Stromnetze garantieren. Technisch führt dies aber zu Zeiten, in denen in Niedersachsen die verfügbare Windenergie nicht mehr vollständig verbraucht werden kann. Diese ungenutzte Energie ist bereits heute beträchtlich.

Problem Energiespeicherung

Eines der Hauptprobleme der Elektrischen Energie generell ist ihre Speicherung. Die Speicherung in Blei- oder Lithium-Akkumulatoren ist in den benötigten Mengen aufgrund der geringen darin enthaltenen Energiedichte, dem damit verbundenen Platzbedarf, der energieintensiven Herstellung sowie der verhältnismäßig geringen Lebensdauer für den Energiebedarf von Deutschland völlig unrentabel. Legt man Maßstäbe einer echten Ökobilanz zugrunde, so wird die Einschätzung keinesfalls besser. In Stromnetzen sollte man nach derzeitigem Stand der Technik Stromspeicherung besser vermeiden. Wo sich dies allerdings keineswegs vermeiden lässt, ist der Bereich der Elektromobilität.

Stromspeicherung bei Elektromobilität

Im mobilen Einsatz zeigen Akkumulatoren noch zwei weitere Probleme: Ihr zum Teil hohes Gewicht muss ebenfalls mitbewegt werden und ein vollständiger Ladevorgang bringt öfters lange Ruhephasen mit sich. Energieträger, wie Benzin, Diesel, LPG oder Erdgas sind hier deutlich schneller und die vorhandenen Tankvolumina ermöglichen in der Regel größere Reichweiten. Ein Energieträger, der sich aus der bisher ungenutzten Elektrischen Leistung aus Windkraftanlagen herstellen und ähnlich leicht betanken lässt, wie Erdgas wäre Wasserstoff. Dieser könnte zwar durch Methanisierung sogar direkt in Erdgasfahrzeugen in entsprechenden Verbrennungsmotoren eingesetzt werden, doch wäre der Einsatz in Brennstoffzellen zum Betrieb von Elektromotoren noch effektiver!

Niedersachsen soll Vorreiter werden

Die Zeichen in der weltweiten Automobilindustrie stehen auf E-Mobilität. Wenn Niedersachsen hier weiterhin vertreten sein möchte, sollte es seiner Standortvorteile bewusst werden und regenerative Überkapazitäten zur Gewinnung von „grünem“ Wasserstoff nutzen und als Grundlage für künftige Fahrzeugentwicklungen nehmen. Hierzu schlagen wir vor:
1. Eine umfassende Konzeption und Durchführbarkeitsstudie „Wasserstoffwirtschaft Niedersachsen“ zu erstellen.
2. Ein Netzwerk mit wissenschaftlich, wirtschaftlich und gesetzlich Mitwirkenden aus Niedersachsen aufzubauen und zu betreiben.
3. Fördernde Institutionen und staatlichen Stellen in Bund, der Europäischen Union und der Welt einzubinden.
4. Staatliche Fördermittel zur Einführung von Brennstoffzellenanwendungen einzuwerben. Die Bundesinitiative H2-Mobility ist zu nutzen und zu unterstützen, ebenso die Clean Energy Partnership.

Dieses Dokument als ePaper

#Wasserstoff (ePaper) | #Wasserstoff (Druck-PDF)

Weitere Themen: